Röntgentiefenbestrahlung bei Gelenkbeschwerden?


„Röntgentiefenbestrahlung“, „Orthovoltbestrahlung“, „Entzündungsbestrahlung“? Bei Arthrose oder Sehnenentzündungen? Noch nie gehört? Dabei ist der entzündungshemmende Effekt von geringen Strahlendosen durch zahlreiche hochqualitative Studien belegt. Besonders gut sprechen Erkrankungen wie Fasciitis plantaris, Achillodynie, Epicondylitis oder Tendinitis calcarea der Schulter auf die Therapie an (Ansprechrate 60 – 80 %). Auch bei Arthrosen ist eine gute Wirksamkeit der Strahlentherapie nachgewiesen.



Eine Strahlentherapie kann vor allem bei Patienten über 40 Jahren mit einer minimalen Anamnesedauer von 3 – 6 Monaten empfohlen werden. Die Therapie erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Wochen. Es wird eine Gesamtdosis von 3 – 6 Gy zweimal pro Woche angewendet. Eine Schmerzverstärkung während und direkt nach der Strahlentherapie ist (angeblich) möglich, ist aber nie von Dauer. Ein positiver Effekt durch die Röntgentiefenbestrahlung ist gelegentlich zwar erst nach 3 Monaten zu erkennen, ist dann aber andauernd. Nebenwirkungen (z.B. Hautirritationen) sind sehr selten zu beobachten. Das viel debattiertes Tumorrisiko liegt im unteren Promillebereich.

Gerne beraten wir Sie hierzu ausführlich und individuell in unserer Praxis. Vereinbaren Sie einfach einen Termin unter der Telefonnummer: 089 69378010

Quelle: Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, Autor: Marcus Niewald